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Receiver im Preis und Leistungsvergleich sowie DVB T2 Receiver

Dreambox

Dreambox Logo

Dreambox ist ein Linux Receiver der extraklasse mittlerweile nach der Dreambox 7020, 800HD und 8000HD, 520HD 525HD 900UHD schon der siebte Receiver aus dem Hause Dream Multimedia. Ich habe schon viele Receiver von Humax, Technisat und Topfield gestet, aber keiner hat mich ähnlich überzeugt wie die Dreambox. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, genauso wie die Anpassbarkeit. Es gibt unzählige Images und Skins, sodass jeder die Optik bekommt, die er gern hätte und wenn nicht, kann man sie sich selbst anpassen/erstellen.

 

 




Man muss jedoch vor dem Kauf einiges beachten:

Die Dreambox ist geeignet für Personen, die…
… was individuelles habe wollen
… sich gern mit Geräten und ihren Funktionen auseinandersetzen
… gern auch etwas rumexperimentieren
… ihren Receiver über Netzwerk mit anderen Geräten verbinden wollen
… unabhängig von Verschlüsselungsverfahren, Hersteller- und Senderbeschränkungen sein wollen
… Spaß daran haben sich stundenlang mit neuen Features zu beschäftigen und immer weiter das System zu optimieren
… in dem Gerät mehr sehen als einen Receiver sondern auch einen Medienplayer, Musik- und Radioplayer, Webbrowser, Server, Netzwerkspeicher, elektronische Fernsehzeitung und viel mehr

Die Dreambox ist nicht geeignet für Personen, die…
… einfach nur auspacken und einschalten wollen. Die geht zwar auch, aber dafür ist die Dreambox zu teuer und die Originalsoftware auch in ihren Funktionen zu beschränkt
… mit PCs nicht viel am Hut haben, bzw. beim Lesen von Begriffen wie IP-Adresse, Flashen, Mounten etc. schon Schweißperlen auf der Stirn bekommen
… nicht bereit sind einige Stunden in die Konfiguration des Gerätes zu stecken (man braucht wirklich mehrere Stunden und optimieren kann man auch nach Jahren noch)
… keine Lust haben sich in irgendeiner Weise in die Grundlagen von Linux einzuarbeiten

Eine Dreambox ist kein Plug-and-Play Gerät. Man kann sie auspacken und benutzen, aber im Auslieferungszustand ist die Software nur rudimentär und man würde für viel weniger Geld eine mindestens gleich gute Box bekommen. Man muss also ein alternatives Image aufspielen und das dann natürlich auch konfigurieren. Die Grundbedienung erlernt man durch Suche im Netz und unzählige Tutorials sehr schnell und die Bedienung ist auch sehr komfortabel, da man fast alles über das Netzwerk vom PC aus machen kann. Wer einmal eine Senderliste von über 100 Einträgen am Receiver selbst sortiert hat, wird die Erstellung von Favoritenlisten mit der Maus am PC lieben. Dazu sollte man idealerweise die Box zumindest für die Installation im Netzwerk einbinden. Ihr volles Potential schöpft eine Dreambox eh nur mit Netzwerk und Internetzugang aus, sodass man dies auf jeden Fall berücksichtigen sollte. Updates und Plugins (Neudeutsch auch Apps genannt) kann man bequem per Internetzugang, aber auch per Netzwerk oder USB einspielen. Die Möglichkeiten sind wirklich annähernd unbegrenzt, allerdings gibt es fast nichts, was einfach nur per Knopfdruck aktiviert wird.

Nur mal ein paar Beispiele für Funktionen:
– Remoteaufnahme: Mit jeder Dreambox kann man aufnehmen, aber dann braucht man eine Festplatte und kann bei Satempfang parallel kein anderes Programm schauen. Per Remotetimer programmiere ich einfach die Aufnahme auf meiner Dreambox 8000. So kann ich weiter auf der Dream 800SE fernsehen und brauche auch nur in einem Receiver eine Festplatte. Die Bedienung ist identisch zum normalen Aufnehmen (also kein umständliches Navigieren durch viele Menüs) und geht per Tastendruck
– fast jede Funktion kann man als Shortcut auf die farbigen Tasten der FB legen
– Mediacenter: Meine Dreamboxen stellen mir in jedem Raum mein komplettes Musikarchiv, welches auf meinem Rechner liegt zur Verfügung und im Gegenzug habe ich von allen angeschlossenen Netzwerkgeräten zugriff auf die aufgenommenen Filme
– Die Aufnahmen können einfach per USB oder Netzwerk auf den PC übertragen und bearbeitet werden. Keine Beschränkungen wie bei anderen Herstellern
– Man kann (sofern man eine Abokarte hat) bei HD+ Sendern auch vorspulen, etc.
– Beim Anschluss an das Internet kann ich auf Filmdatenbanken wie OFDB, IMDB oder auch TV Spielfilm zugreifen und z.b. aktuelle Informationen ansehen über den gerade gezeigten Film (Länge, Schauspieler, Regisseur, Bewertung, etc.), die weit über das EPG hinausgehen.
– Automatische Timer: Wenn man z.b. eine Serie mag, diese aber nicht immer zur gleichen Zeit, bzw. auch auf mehreren Sendern läuft, kann man einen Autotimer setzen und die Dreambox zeichnet alle Folgen auf die sie im EPG der Sender findet. Z.b. bei Eingabe von “Simpsons” werden alle Folgen auf Pro7, ORF etc aufgenommen.
– Je nach Telefonrouter können sogar eingehende Anrufe auf dem Bildschirm angezeigt werden. Dies hat den Vorteil, das man das Telefon abends wenn die Kinder schlafen lautlos stellen kann und man dann auf dem TV sieht, wenn jemand anruft (sogar mit Nummer)
– dies sind nur einige wenige Möglichkeiten die eine Dreambox bietet

Kommen wir nun zur Bewertung der Dreambox 800SE

Sat-Empfang:
– Der Empfang ist sehr gut und vergleichbar mit z.b. Humax oder Topfield Geräten. Hier erlaubt sich das Gerät keine Schwäche

Bildqualität:
– Dank ständiger Verbesserung der Software ist mittlerweile das SD-Bild schon sehr gut (getestet auf JVC-X3 Beamer). Durch die vielen Plugins wie Autoresultion, etc. lässt es sich auch individuell an die Bedürfnisse, bzw. die anderen Komponenten sehr gut anpassen. Zwischen der Dreambox 800SE, 800 und 8000 gibt es keine Unterschiede in der Bildqualität.

Tonqualität:
– Sowohl über HDMI als auch über Toshlink gehört die Dreambox zu dem Besten was auf dem Markt erhältlich ist. Leider ist die Bitrate der meisten Sender so niedrig, dass die Box maßlos unterfordert ist. Über die analogen Chinchausgänge sollte man die Dream jedoch nicht verbinden. Hier ist die Tonuqalität doch deutlich schlechter (dumpfer, weniger Dynamik, weniger Präzission im Bassbereich).

Bedienung:
– Durch die starke Individualisierbarkeit sehr gut. Auch die Fernbedienung, welche seit über 10 Jahren unverändert ist, hat sich bewährt. Der schlechte IR-Empfänger der ersten Dreambox 800 wurde deutlich verbessert, sodass die 800SE nahezu optimal reagiert. Auch die Geschwindigkeit der Box ist nicht mehr mit der alten 800 vergleichbar. Diese war teilweise sehr träge und langsam. Die 800SE liegt auf dem gleichen Niveau wie die 8000. Durch die Möglichkeit die Senderlisten, Einstellungen, etc. am PC zu editieren erspart man sich auch viel Zeit

Webbrowser, HBBTV:
– Für die “großen” Dreamboxen (8000HD, 7020HD) gibt es mittlerweile eine Betaversion eines Webbrowsers sowie von HBBTV. Während dieses auf der Dreambox 8000 schon einigermaßen gut funktioniert, würde ich auf der 800SE davon abraten. Zum Einen bekommt man diese Plugins nur sehr umständlich installiert, zum Anderen ist die Geschwindigkeit extrem schlecht und es gibt viele Abstürze. Wer Wert auf dieses Feature legt, sollte eher zur 7020HD greifen, auch wenn die Funktionen dort auch noch nicht 100%ig stabil und gut laufen. Wer darauf sehr viel Wert legt, sollte also lieber noch ein paar Monate warten und schauen, ob die Umsetzungen zufriedenstellend gelöst wird

Display:
Das OLED Display ist zwar sehr klein, aber dafür sehr gut augfgelöst. Die Schrift kann man leider aus mehr als 2m Entfernung nur sehr schlecht lesen, aber durch Picons, die das Senderlogo in Farbe darstellen, sieht das nicht nur super aus, sondern verbessert sich die Erkennung des Senders auch aus 3-4m Entfernung deutlich.

Vergleich 800, 800SE, 8000:
Die Dreambox 800SE ist in allen Belangen deutlich besser wie die alte 800er, welche ich niemandem mehr empfehlen kann. Sie ist deutlich schneller, hat einen besseren IR-Empfänger und insgesamt mehr Leistung. Sie unterstützt nun auch den Div-X Codec, wodurch sie als Mediaplayer deutlich interessanter wird. Wer einen “günstigen”, kleinen D-Receiver von Dream Multimedia sucht, sollte also zur 800SE greifen. Die 8000er ist von der Bedienung her sehr ähnlich und die Performance fühlt sich auch fast gleich an. Die Möglichkeiten sind jedoch deutlich größer, da sie bis zu 4 Tuner, 2 CI Modulle, eine Festplatte und einen DVD-Brenner aufnehmen kann. AUch der Flash-Speicher ist deutlich größer, was aber hauptsächlich bei der Benutzung mehrerer Images, HBBTV etc. wichtig ist. Wer also mehrere Programme gleichzeitig aufnehmen und sehen will, einen DVD-Player direkt integrieren will, auf HBBTV nicht verzichten will oder auch mal mit Multiboot System experimentieren will, sollte zur 7020HD oder 8000HD greifen. Wem ein Singletuner reicht, kann ruhigen Gewissens zur 800SE greifen.